
Hej!
etwas spontan schließlich aber trotzdem ziemlich durchgeplant hab ich mich am freitag mit 4 kollegen auf den weg nach norwegen gemacht. nachdem die uni noch nicht ganz so stressig ist und der wetterbericht für das sonst eher regnerische norwegen mehr als gut war haben wir uns einfach einen volvo von hertz geschnappt und vollbepackt die reise nach norwegen angetreten.
freitag vormittag ging es vorerst nach oslo wo wir unweit des holmenkollen auf einem campingplatz übernachtet haben. für das osloer nachtleben hatten wir dann keine motivation mehr, ließen es uns aber nicht nehmen unglaubliche preise für ein leckeres abendessen zu bezahlen. ich frag mich immer noch wie viel die leute dort verdienen?! na gut, immerhin ist oslo eine der teuersten städte der welt.
zu den schönsten würd ich sie jedoch nicht unbedingt zählen. auch wenn ich finde, dass sie besser ist als ihr ruf. nach einer mehr oder weniger erholsamen nacht ging es am samstag schon früh los.
schließlich hatten wir nicht nur 7 stunden fahrt nach bergen vor uns, sondern auch den obligatorischen besuch des weltberühmten vigelandsparken (skulpturenpark) im zentrum oslos. die beeindruckenden skulpturen haben wir natürlich á la tourist alle fotografiert – wegen der fast schon winterlichen kälte allerdings im schnelldurchgang.
dann ging es also weiter in die 2. größte stadt norwegens – nach bergen.
dass die fahrt lange dauern würde war uns klar, dass sie jedoch durch reinste natur und praktisch nur auf bundesstraßen verlaufen würde konnten wir aber auch trotz zahlreicher reiseführer nicht erahnen.
entschädigt wurden wir durch die beeindruckende natur und eine fahrt durch den laerdal-tunnel. dieser ist mit einer länge von über 24km der längste straßentunnel der erde und wusste uns mit disco-ähnlichen lichtinstallationen im inneren zu überzeugen.
etwas verspannt von der langen anreise erreichten wir gegen 19:30 schließlich unsere jugendherberge in bergen.
nach dem einchecken in einem 6-bett schlafsaal, den wir mit einem englischen baumforscher (?) teilten erkundeten wir sofort die stadt. dass bergen die schönste stadt skandinaviens ist war uns relativ schnell klar. wirklich glück hatten wir auch hier mit dem wetter. obwohl bergen über 270 regentage pro jahr verzeichnet konnten wir einen spätsommerlichen samstagabend und einen wunderschönen sonntag verbringen.
auf grund des engen zeitplans wurde die stadt bis spät nachts erkundet, abgerundet mit einem gemütlichen bier um mehr als 10€ (studentenlokal!?! – irgendwann hört man auf umzurechnen).
etwas müde versuchten wir uns so gut wie möglich zu erholen.
der sonntag begann mit teil 2 der stadt erkundung und gegen mittag ging es in richtung aurlandsfjord. spätestens mit diesem naturwunder konnte uns norwegen restlos überzeugen.
anstelle des laerdaltunnels fuhren wir entlang einer historischen route entlang des fjords und konnten so die ganze pracht erfahren.
gestärkt von diesen anblicken traten wir schließlich die restliche heimreise an.
es war mittlerweile 16 uhr und wir hatten noch hunderte kilometer vor uns.
abwechselndes fahren und genügend pausen machten die sache erträglich.
zugegebendermaßen war die fahrt aber vor allem in norwegen etwas zermürbend.
bundesstraße, regen, tempolimit 80km/h und norweger die wegen der hohen strafen auch wirklich kein km/h zu schnell fahren ließen die heimreise endlos erscheinen.
gegen 3 uhr früh hatten wir es nach stundenlanger fahrt aber doch noch geschafft und fielen todmüde ins bett.
dass wir heute um 8 uhr 30 das auto zurückbringen mussten und um 9 uhr 15 die vorlesung begonnen hat sei hier nur am rande erwähnt.
der aufwand hat sich aber definitiv gelohnt – auch wenn aus einem norwegerpulli schließlich nichts geworden ist!
zum abschluss noch ein dankeschön an die autoren von lonely planet die uns mit ihren tipps an orte gebracht haben wo schon lange nichts mehr ist oder nie etwas war!
einen ersten teil der fotos gibt es hier (wegen der datenmenge nicht direkt im weblog)
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